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KI verstehen: einfach erklärt – für Seniorinnen und Senioren

Künstliche Intelligenz (KI) begegnet uns heute überall – beim Schreiben von Texten, bei der Reiseplanung, in Smartphones, Staubsaugern oder beim Erkennen von Betrugsnachrichten. Viele Seniorinnen und Senioren fragen sich: Was steckt dahinter? Kann mir das helfen? Und wo muss ich vorsichtig sein?

Auf dieser Seite zeige ich Dir verständlich, wie KI im Kern funktioniert, wofür sie im Alltag sinnvoll ist und wo ihre Grenzen liegen. Du brauchst dafür kein technisches Vorwissen.

Was KI im Alltag konkret für Dich tun kann

Viele dieser Aufgaben erledigt eine KI erstaunlich gut – solange man weiß, wie man sie richtig einsetzt. Dafür helfen Dir die drei Grundregeln unten.

Grundregel 1: KI ist kein Lexikon, sondern ein Sprachkünstler

Viele denken, eine KI wie ChatGPT oder unser Chatbot hier sei wie Google: Sie suche nach Fakten. Das ist falsch.

Stell Dir die KI eher wie einen sehr belesenen, aber manchmal etwas geschwätzigen Stammtischbruder vor. Sie hat Milliarden von Texten gelesen und gelernt, sinnvolle Sätze zu formulieren. Sie verwendet dabei statistische Methoden (ob dies eine Stärke oder Schwäche ist, darüber kann man trefflich diskutieren) und orientiert sich deshalb keineswegs an Fakten, sondern an Gelesenem.

Die Gefahr: Die KI kann sehr überzeugend klingen, auch wenn sie wie manche Menschen Unsinn erzählt (man nennt das "Halluzinieren").

Der Rat: Nutze KI für Kreatives, für Zusammenfassungen oder Ideen. Aber überprüfe wichtige Fakten (Gesundheit, Recht) immer noch einmal selbst oder frage einen Fachmann!

Grundregel 2: Gute Antworten beginnen mit guten Fragen

Die Qualität der Antwort hängt davon ab, wie gut Du fragst. In der Fachsprache nennt man die Eingabe einen "Prompt".

Sei so präzise wie möglich. Gebe der KI eine Rolle.

❌ Schlechte Frage: "Schreib was zum Geburtstag."
✅ Gute Frage: "Ich brauche einen kurzen Geburtstagsgruß für meinen Enkel Paul. Er wird 12, mag Fußball und Dinosaurier. Schreibe bitte in einem lustigen Tonfall."

Praktischer Tipp: So kannst Du nachbessern

Grundregel 3: Höflichkeit lohnt sich – auch bei Maschinen

Muss man zu einer Maschine "Bitte" und "Danke" sagen?

Ob künstliche neuronale Netze eines Tages Empfindungen haben könnten, ist eine tiefe philosophische und wissenschaftliche Frage, die ich schon 1979 in meinen Vorlesungen diskutiert habe. Wir wollen sie auch hier bewusst offen lassen.

Unabhängig davon zeigen Studien interessanterweise: Wenn wir höflich und respektvoll formulieren, liefert die KI oft präzisere und hilfreichere Antworten. Es lohnt sich also – für das Ergebnis und für unseren eigenen Umgangston – höflich zu bleiben.

Worauf Du bei der Nutzung von KI achten solltest

Bereit für den ersten Versuch?

Gehe zu unseren KI-Werkzeugen und teste z. B. unsere KI-Pythia. Probiere zum Beispiel den Prompt:

"Erkläre mir Quantenphysik, als wäre ich 10 Jahre alt."
oder
"Gib mir ein Rezept für einen Apfelkuchen mit wenig Zucker."

Videos zum Thema

Ich möchte auch auf meine Vorträge zur Evolution und Erläuterung der Künstlichen Intelligenz und ihrer Potentiale verweisen. Es ist mein Ziel auch in Zukunft für unseren Freitagsclub externe, kompetente Rednerinnen und Redner zum Thema "KI und Roboter" einzuladen, besonders gerne wenn ein Bezug zu den Problemen und Sorgen von Senioren besteht.

Letzte Online-Veranstaltung

❎ Freitag, den 5.12.2025 Start um 19 Uhr 30
Prof. Dr. Alexander König (Lehrstuhl für Robotik und Systemintelligenz, TU München):
KI und Roboter als Helfer in der Pflege