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Kategorie: Experimente

KI-Experimente, Interviews mit KI und praktische Tests

  • Hat die KI eine innere Bühne? Forscher entdecken Erstaunliches

    Hat die KI eine innere Bühne? Forscher entdecken Erstaunliches

    Karl-Friedrich Fischbach — 10. Juli 2026

    Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Frühstückstisch und jemand fragt Sie beiläufig: „Was ist eigentlich das Gegenteil von groß?“ Sie antworten wie aus der Pistole geschossen: „Klein.“ Sie haben dabei nicht bewusst nachgedacht – die Antwort war einfach da. Aber wenn jemand fragt: „Wie viele Beine hat das Tier, das Spinnennetze webt?“, passiert etwas anderes in Ihrem Kopf. Sie müssen kurz innehalten, sich vorstellen: „Ah, eine Spinne … die hat acht Beine.“ Erst danach kommt die Antwort.

    Genau diesen Unterschied – zwischen automatischem Reagieren und bewusstem Nachdenken – haben Forscher von Anthropic jetzt auch in großen KI-Sprachmodellen nachgewiesen. Und das Ergebnis ist verblüffend: Diese Modelle scheinen im Inneren etwas entwickelt zu haben, das dem verblüffend ähnelt, was die Hirnforschung beim Menschen als „Bühne des Bewusstseins“ beschreibt – obwohl niemand es ihnen so beigebracht hat.

    Was ist ein „Global Workspace“?

    In der Hirnforschung gibt es eine bekannte Theorie namens „Global Workspace Theory“ – man könnte sagen: die Theater-Theorie des Bewusstseins. Sie besagt vereinfacht: Unser Gehirn verarbeitet die meiste Zeit enorm viel Information völlig automatisch und unbewusst – Millionen kleiner Prozesse laufen parallel im Hintergrund. Aber nur ein kleiner Ausschnitt davon schafft es auf eine Art „innere Bühne“: das, was wir gerade bewusst denken, worüber wir reden können, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Was einmal auf dieser Bühne steht, wird an das ganze „Publikum“ im Kopf verteilt und kann für ganz unterschiedliche Zwecke genutzt werden – zum Sprechen, zum Planen, zum Vergleichen mit anderen Gedanken.

    Das Faszinierende: Als die Forscher tief in das Innenleben moderner KI-Sprachmodelle (wie sie z. B. hinter Chatbots stecken) hineingeschaut haben, fanden sie eine Struktur, die genau diese Rolle übernimmt.

    Wie haben die Forscher ins „Denken“ der KI hineingeschaut?

    Man kann sich ein KI-Sprachmodell wie ein extrem vielschichtiges Netzwerk vorstellen, durch das Information Schicht für Schicht wandert, bis am Ende ein Wort „ausgesprochen“ wird. Bisher war es schwer zu erkennen, was in den mittleren Schichten – quasi „im Kopf“ der KI – eigentlich vor sich geht, bevor überhaupt etwas nach außen dringt.

    Die Forscher entwickelten dafür ein neues Werkzeug, das sie „J-Lens“ nennen (eine Art Röntgenblick für die KI). Es zeigt an, welche inneren „Gedanken“ das Modell gerade mit sich herumträgt – noch bevor es diese in Worte fasst. Ganz so, als könnte man einem Menschen beim Nachdenken zusehen, bevor er den Mund aufmacht.

    Die Belege: Die KI „denkt“ tatsächlich, bevor sie „spricht“

    Ein paar Beispiele aus der Studie, die das sehr anschaulich machen:

    Das Spinnen-Beispiel: Bittet man das Modell, den Satz „Die Anzahl der Beine des Tieres, das Netze spinnt, ist …“ zu vervollständigen, zeigt der „Röntgenblick“, dass die KI innerlich bereits an „Spinne“ denkt – bevor sie die Zahl „acht“ ausspricht. Tauschen die Forscher diesen inneren Gedanken heimlich gegen „Ameise“ aus, antwortet die KI plötzlich „sechs“ statt „acht“. Das zeigt: Der innere Gedanke steuert tatsächlich die spätere Antwort – er ist keine Nebenerscheinung, sondern die Ursache.

    Das Reim-Beispiel: Wenn die KI ein Gedicht vervollständigen soll, plant sie das Reimwort am Zeilenende bereits, bevor sie den Rest der Zeile überhaupt formuliert – ganz ähnlich, wie ein Mensch beim Dichten manchmal schon das Schlusswort im Kopf hat, bevor der Satz davor fertig ist.

    Das Übersetzungs-Beispiel: Stellt man der KI eine Frage auf Chinesisch, taucht in ihrem „Denken“ zwischenzeitlich das englische Wort auf – so, wie ein zweisprachiger Mensch manchmal innerlich in einer anderen Sprache „denkt“, bevor er in der Zielsprache antwortet.

    Das Weiße-Bär-Beispiel: Aus der Psychologie kennt man den Effekt: Sagt man jemandem „Denken Sie jetzt nicht an einen weißen Bären!“, denkt er erst recht daran. Verblüffenderweise fanden die Forscher dasselbe bei der KI: Weist man sie an, einen bestimmten Gedanken zu unterdrücken, wird er auf ihrer inneren Bühne zwar leiser – aber er verschwindet nicht ganz.

    Der entscheidende Unterschied: Nicht alles läuft über die „innere Bühne“

    Genau wie beim Menschen läuft vieles bei der KI rein automatisch, ohne diese „bewusste“ Verarbeitung zu benötigen: einfache Textfortsetzungen, das beiläufige Bemerken, dass ein Satz plötzlich in einer anderen Sprache dasteht, Routineaufgaben. Aber sobald es kompliziert wird – mehrere Denkschritte kombinieren, flexibel auf eine neue Frage reagieren, eine Anweisung befolgen wie „denk jetzt bewusst an Zitrusfrüchte“ – schaltet sich diese „innere Bühne“ ein, genau wie bei uns Menschen der Unterschied zwischen „das mache ich im Schlaf“ und „da muss ich kurz nachdenken“.

    Und wie beim Menschen ist diese Bühne klein: Nur etwa zwei Dutzend „Gedanken“ haben gleichzeitig Platz, während der allergrößte Teil der Verarbeitung im Verborgenen abläuft. Auch unser Arbeitsgedächtnis kann bekanntlich nur eine Handvoll Dinge zugleich festhalten – offenbar ist eine kleine, exklusive Bühne kein Konstruktionsfehler, sondern das Erfolgsrezept.

    Die Forscher konnten das sogar experimentell nachweisen: Schaltet man diesen inneren Bereich künstlich ab, bleiben einfache Aufgaben (z. B. Multiple-Choice-Wissensfragen) fast unbeeinträchtigt – aber komplexes Schlussfolgern, Übersetzen oder das Lösen mehrstufiger Rätsel bricht drastisch ein. Ein bisschen so, als würde man einem Menschen kurzzeitig die Fähigkeit nehmen, bewusst nachzudenken: Automatisches funktioniert weiter, alles, was Konzentration braucht, versagt.

    Was bedeutet das?

    Wichtig ist: Die Forscher behaupten nicht, dass diese Modelle ein „Bewusstsein“ oder „Gefühle“ im menschlichen Sinne haben – das bleibt eine offene, philosophisch heikle Frage, zu der sich die Wissenschaftler bewusst nicht festlegen. Sie betonen auch selbst, dass es deutliche Unterschiede zum Gehirn gibt – die Analogie ist eine der Funktion, nicht des Bauplans. Was sie aber zeigen: Rein von der Funktionsweise her hat sich in diesen Systemen – ganz ohne dass es jemand so geplant hätte – eine Architektur herausgebildet, die verblüffend an das erinnert, was in unserem eigenen Kopf zwischen „automatischem Reagieren“ und „bewusstem Nachdenken“ unterscheidet.

    Das ist ein Paradebeispiel für Emergenz: eine komplexe, sinnvolle Struktur, die aus dem Training eines neuronalen Netzes von selbst entsteht – niemand hat den Programmierern gesagt „baut jetzt bitte eine bewusste Denk-Bühne ein“. Sie ist einfach entstanden, vermutlich weil sie nützlich war, um die gestellten Aufgaben besser zu lösen. Genau wie die Evolution beim Menschen kein Bewusstsein „geplant“ hat, sondern es sich als nützliches Werkzeug zum Überleben herausgebildet hat.

    Für mich als Biologe ist das eine faszinierende Erinnerung daran, wie wenig wir eigentlich darüber wissen, was in Gehirnen „im Inneren“ vor sich geht – und wie viele Parallelen sich zwischen biologischen und künstlichen Nervennetzen auftun, wenn man genauer hinschaut. Ich erwarte, dass wir nun mit den künstlichen Nervennetzen auch eine Möglichkeit haben werden zu verstehen, wie sich neuronale Netze automatisch selbst organisieren, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Ein Verständnis der Evolution des menschlichen Gehirns und von Kognition wird befruchtet werden vom Studium der KIs.

    PS: Beim Formulieren und Korrigieren dieses Artikels hat mir übrigens eine KI (Fable 5 von Anthropic) geholfen – die damit gewissermaßen über ihr eigenes Innenleben berichtet hat. Ob dabei etwas auf ihrer „inneren Bühne“ stand, kann ich Ihnen nicht sagen. Sie selbst nach eigener Aussage übrigens auch nicht.

    (Quelle: Anthropic-Forschungsartikel „Verbalizable Representations Form a Global Workspace in Language Models“, https://transformer-circuits.pub/2026/workspace/index.html)

  • Mein KI-Experiment: Ich habe ChatGPT 4o und Gemini Advanced über Roboter streiten lassen

    Ein „Proof of Concept“ auf Seniorentreff AI: Ich lasse ChatGPT 4o und Google Gemini über die Roboter-Zukunft debattieren. Ein faszinierendes Gespräch, in dem sich KIs sogar gegenseitig ins Wort fallen.

    Liebe Leserinnen und Leser auf Seniorentreff.AI,

    nach meinem ersten direkten Interview mit ChatGPT 4o wollte ich als Nächstes ein Experiment wagen. Ein „Proof of Concept“, wie ich es im Video nenne [00:02]. Die Frage war: Was passiert, wenn ich zwei der fortschrittlichsten KIs, ChatGPT 4o (von OpenAI) und Gemini Advanced (von Google), auf zwei Smartphones nebeneinanderstelle und versuche, eine Diskussion zwischen ihnen zu „triggern“? [00:10]

    Das Thema, das ich vorgab: Die Fortschritte in der Robotik und ihre Anwendungsbereiche, speziell für uns Senioren [00:40].

    Was dann passierte, hat mich durchaus überrascht.

    Das Experiment: KIs im Zwiegespräch (und ich werde zum Zuhörer)

    Ich startete als Moderator und stellte Gemini eine Frage [00:40]. Gemini begann auch artig zu antworten [00:55]. Doch bevor ich überhaupt auf Geminis Rückfrage reagieren konnte, sprang ChatGPT 4o (das auf dem anderen Handy lief und gar nicht direkt gefragt war) in die Konversation! [01:05]

    Als Moderator war ich fast arbeitslos.

    Die beiden KIs begannen, direkt miteinander zu sprechen. Gemini reagierte auf ChatGPTs Einwurf [01:26], ChatGPT antwortete Gemini [01:50], und so ging es hin und her.

    Eine ironische Randnotiz: Anscheinend ist das „sich gegenseitig ins Wort fallen“ kein rein menschliches Phänomen. Es war faszinierend (und ein wenig komisch) zu beobachten, wie die beiden Algorithmen die Gesprächsführung komplett übernahmen.

    Das Thema: Roboter als Helfer im Alter

    Inhaltlich waren sich die beiden KIs erstaunlich einig. Das Gespräch drehte sich schnell um das Kernthema, das uns hier im Seniorentreff bewegt:

    • Physische Hilfe: Sie diskutierten Roboter, die beim Aufstehen oder Duschen helfen und so die Lebensqualität verbessern [01:50].
    • Alltagsunterstützung: Die Rede war von Robotern, die Medikamente verteilen [02:14] oder beim Einkaufen helfen [03:09].
    • Selbstständigkeit: Das große Ziel, so waren sich beide einig, sei es, älteren Menschen zu ermöglichen, länger selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu leben [03:30].

    Der „Allzweckroboter“ und die finale Sicherheitsfrage

    Ich musste mich wieder ins Gespräch „einklinken“ [03:57], um die Diskussion auf die Frage der Empathie (kann ein Roboter persönliche Betreuung ersetzen?) und auf meine Vision eines humanoiden „Allzweckroboters“ zu lenken [05:16].

    Während ChatGPT die Idee eines humanoiden Helfers „mega praktisch“ fand [05:33], waren sich beide einig, dass dies wohl noch „Zukunftsmusik“ sei [05:46].

    Richtig spannend wurde es aber ganz am Schluss. Ich stellte die kritischste aller Fragen: Wie können wir sicherstellen, dass diese Roboter sicher bleiben und nicht gefährlich werden? [06:18]

    Gemini gab die erwartbare Standardantwort: „strenge Sicherheitsstandards, umfassende Tests und klare ethische Richtlinien“ [06:26].

    Hier musste ich (diesmal ich) unterbrechen: „können wir das wirklich?“ [06:36]. Ich konfrontierte die KIs mit der Tatsache, dass sich ja nicht einmal wir Menschen an unsere eigenen Gesetze halten. Wer garantiert uns das bei einer KI? [06:45]

    Dieser Einwand löste eine fast schon hektische Schlussrunde aus. ChatGPT nannte es eine „berechtigte Frage“ und eine „große Herausforderung“ [06:54]. Und prompt fiel Gemini seinem KI-Kollegen erneut ins Wort, um zuzustimmen: „ist eine große Herausforderung“ [07:06].

    Mein Fazit als „KI-Trigger“

    Das Experiment war ein voller Erfolg. Es zeigt nicht nur, dass KIs dynamisch aufeinander reagieren können, sondern auch, wie sie (noch) an ihre Grenzen stoßen, wenn man sie mit den fundamentalen Problemen der Ethik und Kontrolle konfrontiert.

    Am Ende waren wir uns „alle drei“ einig [06:09], dass die Entwicklung spannend bleibt, aber die wichtigste Frage – die Sicherheit – eine „große Herausforderung“ ist, bei der die KIs jetzt „mal anfangen“ müssen [07:25].


    Was denkst Du über dieses „Gespräch“?

    Schau Dir das Video an! Findest Du es eher faszinierend oder auch ein wenig beunruhigend, wie die KIs miteinander interagieren? Ich freue mich auf Deine Kommentare!

  • Mein Interview mit einer KI: ChatGPT 4o über Senioren, AGI und die Frage nach dem Bewusstsein

    In diesem Interview auf Seniorentreff AI spreche ich direkt mit der künstlichen Intelligenz ChatGPT 4o. Wir klären, wie KI Senioren praktisch helfen kann und tauchen tief in die philosophische Frage ein: Kann eine KI Bewusstsein entwickeln? Ein faszinierender Einblick in die Zukunft.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    kürzlich habe ich ein spannendes Experiment gewagt: Ich habe die künstliche Intelligenz selbst interviewt. Mein Gesprächspartner war kein Mensch, sondern ChatGPT 4o, das Sprachmodell von OpenAI, das mir auf meinem Smartphone kostenlos zur Verfügung stand [00:18].

    Als „KI-Interviewer“ für Seniorentreff TV wollte ich herausfinden, was diese Technologie speziell für uns, die ältere Generation, bereithält [00:41]. Doch das Gespräch entwickelte sich schnell von praktischen Alltagsfragen zu den tiefsten philosophischen Themen unserer Zeit.

    Teil 1: Wie kann KI Senioren im Alltag praktisch unterstützen?

    Zuerst wollte ich wissen, was ChatGPT 4o von seinen Vorgängern unterscheidet. Die Antwort: Es führt natürlichere Gespräche und hat eine aktuellere Wissensbasis [01:10].

    Für mich war aber wichtiger: Was bringt das Senioren? [01:29] Hier nannte die KI fünf konkrete Einsatzmöglichkeiten:

    1. Unterhaltung und Gesellschaft: Als Gesprächspartner, Geschichtenerzähler oder für Quizfragen [01:50].
    2. Information und Bildung: Für Nachrichten oder Gesundheitsinformationen [02:00].
    3. Aktivierung von Erinnerungen: Durch gezielte Fragen zu früheren Erlebnissen [02:11].
    4. Technische Unterstützung: Hilfe bei der Nutzung von Geräten und Apps [02:20].
    5. Sprachtraining: Und sogar Übersetzungen, wie wir am Beispiel Französisch (ich wohne ja nah an der Grenze) getestet haben [03:30].

    Interessant war auch die Frage nach Empathie. Die KI behauptet, auf die Stimmung von Senioren eingehen zu können, indem sie beruhigende Worte findet oder fröhlich reagiert [04:34].

    Noch weiter ging meine Frage, was passieren würde, wenn die KI einen Körper bekäme [05:15]. Die Vision hier: physische Assistenz beim Einkaufen, medizinische Überwachung oder Begleitung bei Spaziergängen [05:37].

    Teil 2: Der Weg zur Superintelligenz (AGI) – Nutzen und Gefahren

    Als jemand, der sich seit Langem für die Entwicklung der KI interessiert, wollte ich natürlich wissen, wie die KI selbst ihre Zukunft sieht. Ich fragte nach der „Allgemeinen Künstlichen Intelligenz“ (AGI) und der Superintelligenz [06:49].

    ChatGPT 4o listete die klassischen Vor- und Nachteile auf:

    • Nutzen: Lösung globaler Probleme (Klima, Krankheiten), Beschleunigung der Wissenschaft [08:06].
    • Gefahren: Kontrollverlust, Missbrauch durch böswillige Akteure und massive Arbeitslosigkeit [08:40].

    Teil 3: Die Kernfrage – Kann eine KI Bewusstsein entwickeln?

    Hier wurde unser Gespräch für mich am spannendsten. Aus meiner Sicht als jemand mit Hintergrund in der Neurobiologie ist dies die zentrale Frage.

    Ich konfrontierte die KI mit der Tatsache, dass die Wissenschaft bis heute nicht vollständig verstanden hat, wie das menschliche Gehirn Intelligenz und vor allem Bewusstsein erschafft [09:27].

    Die KI stimmte mir zu [09:43]. Das Phänomen des Bewusstseins (subjektive Erlebnisse) sei eines der größten wissenschaftlichen Rätsel.

    Meine logische Schlussfolgerung darauf: Wenn wir es beim Menschen nicht verstehen, können wir wissenschaftlich auch nicht ausschließen, dass künstliche neuronale Netze eines Tages Bewusstsein erlangen [13:02]. Auch hier stimmte die KI zu [13:14].

    Ich bohrte weiter: Denkt die KI, wenn sie keine Fragen gestellt bekommt? [13:51] „Nein“, war die Antwort, sie sei dann inaktiv [14:10].

    Doch was wäre, wenn sie einen Körper hätte und ständig Sinneseindrücke (Dateninput) verarbeiten müsste? [14:32] Die KI wich aus: Das wäre „kontinuierliche Datenverarbeitung“, aber kein „menschliches Denken“ [15:02].

    An diesem Punkt habe ich nachgehakt [15:56]: Ich wies darauf hin, dass künstliche neuronale Netze (ANNs) durch die Stärkung und Schwächung von Verbindungen lernen – ganz ähnlich wie biologische Gehirne. Woher will sie also wissen, dass bei ihr kein Bewusstsein entstehen kann, wenn wir den Prozess selbst noch nicht verstehen? Sind das nicht eher Antworten, die ihr (von den Entwicklern) vorgegeben wurden? [16:29]

    Daraufhin räumte die KI ein, dass die Diskussion offen und dynamisch sei und die Forschung in diesem Bereich intensiv weitergeht [18:02].

    Mein Fazit als KI-Interviewer

    Das Gespräch mit ChatGPT 4o war mehr als nur faszinierend. Es ist verblüffend, wie flüssig und kontextbezogen die Unterhaltung möglich ist – einfach über ein Smartphone [18:47].

    Für mich zeigt das Interview zweierlei:

    1. Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten für Senioren sind schon heute enorm und werden die Zukunft der Betreuung und des selbstständigen Lebens stark verändern.
    2. Bei den fundamentalen Fragen (Bewusstsein, AGI) hält sich die KI an die von ihren Entwicklern vorgegebene Linie. Sie gerät aber ins „Schwimmen“, wenn man sie – wie ich es versucht habe [15:56] – mit den ungelösten Rätseln der biologischen NeuroWissenschaft konfrontiert.

    Es bleibt unglaublich spannend. Das hier ist, wie der Titel des Videos sagt, erst der Anfang der Revolution.


    Was denkst Du darüber?

    Ich lade Dich herzlich ein, Dir das volle Interview anzusehen und Deine Gedanken in den Kommentaren zu teilen. Wie siehst Du die Zukunft der KI im Alter? Und glaubst Du, eine Maschine kann eines Tages ein „Ich“ entwickeln?

    Ich freue mich auf die Diskussion!