Kategorie: Experimente

KI-Experimente, Interviews mit KI und praktische Tests

  • Mein KI-Experiment: Ich habe ChatGPT 4o und Gemini Advanced über Roboter streiten lassen

    Ein „Proof of Concept“ auf Seniorentreff AI: Ich lasse ChatGPT 4o und Google Gemini über die Roboter-Zukunft debattieren. Ein faszinierendes Gespräch, in dem sich KIs sogar gegenseitig ins Wort fallen.

    Liebe Leserinnen und Leser auf Seniorentreff.AI,

    nach meinem ersten direkten Interview mit ChatGPT 4o wollte ich als Nächstes ein Experiment wagen. Ein „Proof of Concept“, wie ich es im Video nenne [00:02]. Die Frage war: Was passiert, wenn ich zwei der fortschrittlichsten KIs, ChatGPT 4o (von OpenAI) und Gemini Advanced (von Google), auf zwei Smartphones nebeneinanderstelle und versuche, eine Diskussion zwischen ihnen zu „triggern“? [00:10]

    Das Thema, das ich vorgab: Die Fortschritte in der Robotik und ihre Anwendungsbereiche, speziell für uns Senioren [00:40].

    Was dann passierte, hat mich durchaus überrascht.

    Das Experiment: KIs im Zwiegespräch (und ich werde zum Zuhörer)

    Ich startete als Moderator und stellte Gemini eine Frage [00:40]. Gemini begann auch artig zu antworten [00:55]. Doch bevor ich überhaupt auf Geminis Rückfrage reagieren konnte, sprang ChatGPT 4o (das auf dem anderen Handy lief und gar nicht direkt gefragt war) in die Konversation! [01:05]

    Als Moderator war ich fast arbeitslos.

    Die beiden KIs begannen, direkt miteinander zu sprechen. Gemini reagierte auf ChatGPTs Einwurf [01:26], ChatGPT antwortete Gemini [01:50], und so ging es hin und her.

    Eine ironische Randnotiz: Anscheinend ist das „sich gegenseitig ins Wort fallen“ kein rein menschliches Phänomen. Es war faszinierend (und ein wenig komisch) zu beobachten, wie die beiden Algorithmen die Gesprächsführung komplett übernahmen.

    Das Thema: Roboter als Helfer im Alter

    Inhaltlich waren sich die beiden KIs erstaunlich einig. Das Gespräch drehte sich schnell um das Kernthema, das uns hier im Seniorentreff bewegt:

    • Physische Hilfe: Sie diskutierten Roboter, die beim Aufstehen oder Duschen helfen und so die Lebensqualität verbessern [01:50].
    • Alltagsunterstützung: Die Rede war von Robotern, die Medikamente verteilen [02:14] oder beim Einkaufen helfen [03:09].
    • Selbstständigkeit: Das große Ziel, so waren sich beide einig, sei es, älteren Menschen zu ermöglichen, länger selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu leben [03:30].

    Der „Allzweckroboter“ und die finale Sicherheitsfrage

    Ich musste mich wieder ins Gespräch „einklinken“ [03:57], um die Diskussion auf die Frage der Empathie (kann ein Roboter persönliche Betreuung ersetzen?) und auf meine Vision eines humanoiden „Allzweckroboters“ zu lenken [05:16].

    Während ChatGPT die Idee eines humanoiden Helfers „mega praktisch“ fand [05:33], waren sich beide einig, dass dies wohl noch „Zukunftsmusik“ sei [05:46].

    Richtig spannend wurde es aber ganz am Schluss. Ich stellte die kritischste aller Fragen: Wie können wir sicherstellen, dass diese Roboter sicher bleiben und nicht gefährlich werden? [06:18]

    Gemini gab die erwartbare Standardantwort: „strenge Sicherheitsstandards, umfassende Tests und klare ethische Richtlinien“ [06:26].

    Hier musste ich (diesmal ich) unterbrechen: „können wir das wirklich?“ [06:36]. Ich konfrontierte die KIs mit der Tatsache, dass sich ja nicht einmal wir Menschen an unsere eigenen Gesetze halten. Wer garantiert uns das bei einer KI? [06:45]

    Dieser Einwand löste eine fast schon hektische Schlussrunde aus. ChatGPT nannte es eine „berechtigte Frage“ und eine „große Herausforderung“ [06:54]. Und prompt fiel Gemini seinem KI-Kollegen erneut ins Wort, um zuzustimmen: „ist eine große Herausforderung“ [07:06].

    Mein Fazit als „KI-Trigger“

    Das Experiment war ein voller Erfolg. Es zeigt nicht nur, dass KIs dynamisch aufeinander reagieren können, sondern auch, wie sie (noch) an ihre Grenzen stoßen, wenn man sie mit den fundamentalen Problemen der Ethik und Kontrolle konfrontiert.

    Am Ende waren wir uns „alle drei“ einig [06:09], dass die Entwicklung spannend bleibt, aber die wichtigste Frage – die Sicherheit – eine „große Herausforderung“ ist, bei der die KIs jetzt „mal anfangen“ müssen [07:25].


    Was denkst Du über dieses „Gespräch“?

    Schau Dir das Video an! Findest Du es eher faszinierend oder auch ein wenig beunruhigend, wie die KIs miteinander interagieren? Ich freue mich auf Deine Kommentare!

  • Mein Interview mit einer KI: ChatGPT 4o über Senioren, AGI und die Frage nach dem Bewusstsein

    In diesem Interview auf Seniorentreff AI spreche ich direkt mit der künstlichen Intelligenz ChatGPT 4o. Wir klären, wie KI Senioren praktisch helfen kann und tauchen tief in die philosophische Frage ein: Kann eine KI Bewusstsein entwickeln? Ein faszinierender Einblick in die Zukunft.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    kürzlich habe ich ein spannendes Experiment gewagt: Ich habe die künstliche Intelligenz selbst interviewt. Mein Gesprächspartner war kein Mensch, sondern ChatGPT 4o, das Sprachmodell von OpenAI, das mir auf meinem Smartphone kostenlos zur Verfügung stand [00:18].

    Als „KI-Interviewer“ für Seniorentreff TV wollte ich herausfinden, was diese Technologie speziell für uns, die ältere Generation, bereithält [00:41]. Doch das Gespräch entwickelte sich schnell von praktischen Alltagsfragen zu den tiefsten philosophischen Themen unserer Zeit.

    Teil 1: Wie kann KI Senioren im Alltag praktisch unterstützen?

    Zuerst wollte ich wissen, was ChatGPT 4o von seinen Vorgängern unterscheidet. Die Antwort: Es führt natürlichere Gespräche und hat eine aktuellere Wissensbasis [01:10].

    Für mich war aber wichtiger: Was bringt das Senioren? [01:29] Hier nannte die KI fünf konkrete Einsatzmöglichkeiten:

    1. Unterhaltung und Gesellschaft: Als Gesprächspartner, Geschichtenerzähler oder für Quizfragen [01:50].
    2. Information und Bildung: Für Nachrichten oder Gesundheitsinformationen [02:00].
    3. Aktivierung von Erinnerungen: Durch gezielte Fragen zu früheren Erlebnissen [02:11].
    4. Technische Unterstützung: Hilfe bei der Nutzung von Geräten und Apps [02:20].
    5. Sprachtraining: Und sogar Übersetzungen, wie wir am Beispiel Französisch (ich wohne ja nah an der Grenze) getestet haben [03:30].

    Interessant war auch die Frage nach Empathie. Die KI behauptet, auf die Stimmung von Senioren eingehen zu können, indem sie beruhigende Worte findet oder fröhlich reagiert [04:34].

    Noch weiter ging meine Frage, was passieren würde, wenn die KI einen Körper bekäme [05:15]. Die Vision hier: physische Assistenz beim Einkaufen, medizinische Überwachung oder Begleitung bei Spaziergängen [05:37].

    Teil 2: Der Weg zur Superintelligenz (AGI) – Nutzen und Gefahren

    Als jemand, der sich seit Langem für die Entwicklung der KI interessiert, wollte ich natürlich wissen, wie die KI selbst ihre Zukunft sieht. Ich fragte nach der „Allgemeinen Künstlichen Intelligenz“ (AGI) und der Superintelligenz [06:49].

    ChatGPT 4o listete die klassischen Vor- und Nachteile auf:

    • Nutzen: Lösung globaler Probleme (Klima, Krankheiten), Beschleunigung der Wissenschaft [08:06].
    • Gefahren: Kontrollverlust, Missbrauch durch böswillige Akteure und massive Arbeitslosigkeit [08:40].

    Teil 3: Die Kernfrage – Kann eine KI Bewusstsein entwickeln?

    Hier wurde unser Gespräch für mich am spannendsten. Aus meiner Sicht als jemand mit Hintergrund in der Neurobiologie ist dies die zentrale Frage.

    Ich konfrontierte die KI mit der Tatsache, dass die Wissenschaft bis heute nicht vollständig verstanden hat, wie das menschliche Gehirn Intelligenz und vor allem Bewusstsein erschafft [09:27].

    Die KI stimmte mir zu [09:43]. Das Phänomen des Bewusstseins (subjektive Erlebnisse) sei eines der größten wissenschaftlichen Rätsel.

    Meine logische Schlussfolgerung darauf: Wenn wir es beim Menschen nicht verstehen, können wir wissenschaftlich auch nicht ausschließen, dass künstliche neuronale Netze eines Tages Bewusstsein erlangen [13:02]. Auch hier stimmte die KI zu [13:14].

    Ich bohrte weiter: Denkt die KI, wenn sie keine Fragen gestellt bekommt? [13:51] „Nein“, war die Antwort, sie sei dann inaktiv [14:10].

    Doch was wäre, wenn sie einen Körper hätte und ständig Sinneseindrücke (Dateninput) verarbeiten müsste? [14:32] Die KI wich aus: Das wäre „kontinuierliche Datenverarbeitung“, aber kein „menschliches Denken“ [15:02].

    An diesem Punkt habe ich nachgehakt [15:56]: Ich wies darauf hin, dass künstliche neuronale Netze (ANNs) durch die Stärkung und Schwächung von Verbindungen lernen – ganz ähnlich wie biologische Gehirne. Woher will sie also wissen, dass bei ihr kein Bewusstsein entstehen kann, wenn wir den Prozess selbst noch nicht verstehen? Sind das nicht eher Antworten, die ihr (von den Entwicklern) vorgegeben wurden? [16:29]

    Daraufhin räumte die KI ein, dass die Diskussion offen und dynamisch sei und die Forschung in diesem Bereich intensiv weitergeht [18:02].

    Mein Fazit als KI-Interviewer

    Das Gespräch mit ChatGPT 4o war mehr als nur faszinierend. Es ist verblüffend, wie flüssig und kontextbezogen die Unterhaltung möglich ist – einfach über ein Smartphone [18:47].

    Für mich zeigt das Interview zweierlei:

    1. Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten für Senioren sind schon heute enorm und werden die Zukunft der Betreuung und des selbstständigen Lebens stark verändern.
    2. Bei den fundamentalen Fragen (Bewusstsein, AGI) hält sich die KI an die von ihren Entwicklern vorgegebene Linie. Sie gerät aber ins „Schwimmen“, wenn man sie – wie ich es versucht habe [15:56] – mit den ungelösten Rätseln der biologischen NeuroWissenschaft konfrontiert.

    Es bleibt unglaublich spannend. Das hier ist, wie der Titel des Videos sagt, erst der Anfang der Revolution.


    Was denkst Du darüber?

    Ich lade Dich herzlich ein, Dir das volle Interview anzusehen und Deine Gedanken in den Kommentaren zu teilen. Wie siehst Du die Zukunft der KI im Alter? Und glaubst Du, eine Maschine kann eines Tages ein „Ich“ entwickeln?

    Ich freue mich auf die Diskussion!